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Evaluation des Pannoramic confocals
am Institut für Pathologie an der Uniklinik Giessen

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 1/2015

Bei seinen Forschungen muss das Institut für Pathologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg normale Schnittpräparate dreidimensional beleuchten und darstellen. Als Alternative zum bewährten konfokalen Mikroskop schnitt der Pannoramic Confocal gut ab.

Dr. Alexander Brobeil                           
Pathologe am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Was hat Sie dazu bewegt, auf uns zuzukommen und gezielt eine mögliche Evaluation des Pannoramic Confocal anzufragen?

Dr. Alexander Brobeil: Wir haben momentan im Bereich unserer Forschungstätigkeit Fragestellungen, die darauf angewiesen sind, die dritte Dimension zu beleuchten und auch die Forschungsergebnisse, die wir auf normalen Schnittpräparaten haben, dreidimensional darzustellen, um dadurch Rückschlüsse auf das Gesamtbild des Ergebnisses schließen zu können. Darüber hinaus haben wir neben den bereits etablierten Verfahren wie dem konfokalen Mikroskop nach Alternativlösungen gesucht. Bei unserer Recherche sind wir dann auf der Sysmex Webseite auf den konfokalen Scanner Pannoramic Confocal gestoßen. In dem Zusammenhang war es für uns besonders interessant, den direkten Vergleich zwischen einem laserbasierenden System und einem normalen fluoreszenzbasierenden System zu sehen.

Prof. Dr. Stefan Gattenlöhner, Direktor des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg

Für welche Anwendungen haben Sie den Pannoramic Confocal verwendet?

Dr. Alexander Brobeil: Wir haben ihn in erster Line für Routinefärbungen verwendet. Dabei handelt es sich um lichtmikroskopische Färbungen, die bei einer bestimmten Wellenlänge mit einer Fluoreszenzfarbe angeregt werden können.

Wie zufrieden waren Sie mit der Bildqualität des Gerätes? Haben Sie Vergleichsmöglichkeiten gehabt?

Dr. Alexander Brobeil: Die Vergleichsmöglichkeiten hatte ich aufgrund früherer Experimente mit einem normalen konfokalen und mit einem neueren konfokalen Laserscanning-Mikroskop. Ist die Färbung stabil, dann ist die Bildqualität des Pannoramic Confocal wirklich sehr gut und kommt sehr nahe an ein laserbasiertes System heran. Was sicherlich auch an der verbauten Lampe liegt, die wirklich eine sehr gute Ausleuchtung erzielt und kleinste Mengen Fluorophor anregen kann. 

Wie haben Sie das Handling des Pannoramic Confocals empfunden?

Dr. Alexander Brobeil: Das Handling des Pannoramic Confocal ist sehr angenehm. Das beginnt bereits mit dem Einlegen der Schnitte. Diese müssen nicht kompliziert eingespannt werden, sie werden einfach in die Schiene gelegt und diese dann in das Gerät geschoben. Danach ist das Gerät bereit für den Scanvorgang. Die Software ist stringent aufgebaut und sehr benutzerfreundlich. Mit dem Pannoramic Confocal kommt man auch mit wenig Erfahrung mit einem Fluoreszenzmikroskop zu einem guten Ergebnis.

»Mit dem Pannoramic Confocal kommt man auch mit wenig Erfahrung mit einem Fluoreszenzmikroskop zu einem guten Ergebnis.«

Dr. Alexander Brobeil

Wie beurteilen Sie die Geschwindigkeit sowohl im Brightfield als auch im Confocal-Modus? Sind diese Zeiten für den Alltag in Ihrem Forschungsbereich geeignet?

Dr. Alexander Brobeil: Die Zeiten sind absolut geeignet für unseren Forschungsalltag. Ein Brightfield-Schnitt von 2,5 x 1,5 cm bspw. ist innerhalb von 15 Minuten komplett digitalisiert. Auch für Präsentationszwecke, z.B. bei Tumorboards im Brightfieldmodus, ist die Geschwindigkeit phänomenal. Dies trifft auch auf den konfokalen sowie den 3D-Modus zu. Die Geschwindigkeiten sind auch vergleichbar mit Geschwindigkeiten an einem Lasermikroskop.

Wurden nur einzelne Slides gescannt oder wird das Gerät auch im Dauerbetrieb verwendet?

Dr. Alexander Brobeil: Ich habe immer versucht, den konfokalen Scanner in die Prozesse hier vor Ort einzubinden. Häufig habe ich das Gerät abends mit Schnitten bestückt und die Scans waren am nächsten Morgen fertig. Die längste Zeit, die der Pannoramic Confocal durchgehend lief, waren 14 Tage und man hat von der ersten bis zur letzten Minute keine Schwankungen in der Qualität bemerkt.

Für welche Labore beziehungsweise Anwendungen sehen Sie Potenzial für den Pannoramic Confocal?

Dr. Alexander Brobeil: In allererster Linie für Pathologien, da der Pannoramic Confocal zwei Geräte abbildet, mit denen große Anwendungsbereiche in der Pathologie abgedeckt werden können. Mit dem konfokalen Scanner erhalten Sie ein wirklich gutes 3D-Mikroskop für Ihre Forschung und einen hervorragenden Slidescanner für die Routinediagnostik. Darüber hinaus denke ich, dass die Verwendung nicht nur auf Pathologien beschränkt sein wird.

Die 3D-Analyse wird sich auch in anderen Bereichen etablieren. Beispielsweise können große Pharmaunternehmen, die viele Schnitte scannen und dazu den Brightfield als auch den Fluoreszenz-Modus benötigen, von dem Gerät profitieren. Außerdem wird die Dreidimensionalität ja nicht nur dazu benötigt, einen Stapel eines Schnittes zu erstellen und ein Volumen zu rekonstruieren. Es ist ja ebenfalls möglich, eine Schnittebene auszuwählen und daraus einen zwar planen 2D-Schnitt anzufertigen, der aber dafür wirklich an jeder Ecke scharf und ideal auszuwerten ist. 

 

Das Gespräch wurde geführt von Rebecca Sostheim.

Fotoquellen: Dr. Alexander Brobeil, Universitätsklinikum Giessen, Bartenbach, Gettyimage

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