DARMKREBSFRÜHERKENNUNG

Darmkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Mittels immunchemischer Tests (iFOB-Test) auf Hämoglobin im Stuhl werden geringe Mengen menschlichen Blutes im Stuhl nachgewiesen.

Gemäß der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben Versicherte seit dem 1. April 2017 Anspruch auf iFOB-Tests anstelle des bisherigen Guajak-Tests, da diese Blutspuren im Stuhl deutlich besser nachweisen. Patienten können den Test ab einem Alter von 50 jährlich und ab 55 alle zwei Jahre kostenfrei bei ihrem Hausarzt, Internisten, Gynäkologen bzw. Urologen durchführen.

Das von Sysmex angebotene Proben-Röhrchen SENTiFIT pierceTube ermöglicht dem Patienten eine sichere und einfache Durchführung des Stuhltests. Das Labor wiederum profitiert von einer schnellen und hygienischen Abarbeitung der Proben dank dem auf das Röhrchen abgestimmten Analyser Sentifit 270. Informieren Sie sich über den iFOBT-Test unter www.darmkrebs-screening.eu.

Interview mit Prof. Dr. Peter Hufnagel
Orientierung für die digitale Pathologie

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 2/2018

Die Möglichkeiten der digitalen Medizin werden immer mehr – auch in der Pathologie. Doch unter den Ärzten herrscht noch zögerliche Akzeptanz. Ein Leitfaden soll helfen

MIT DEM „LEITFADEN Digitale Pathologie in der Diagnostik“ richtet sich die Kommission Digitale Pathologie des Bundesverbandes Deutscher Pathologen e.V. sowohl an Ärzte als auch an Geräte- und Systemhersteller. Darin bezieht sie Stellung zu den wichtigsten technischen und rechtlichen Fragen. Mitautor Prof. Dr. Peter Hufnagl, Leiter der Digitalen Pathologie der Charité Berlin und ständiger Gast der Kommission, über den Leitfaden und die Chancen der Digitalisierung.

Welche Chancen ergeben sich mit der Digitalisierung der Pathologie?

PROF. DR. PETER HUFNAGL: Die Digitalisierung bietet zahlreiche direkte Vorteile im Alltag eines Pathologen und hilft ganz grundsätzlich dabei, die Qualität und Geschwindigkeit der pathologischen Diagnostik auf der Höhe des wissenschaftlichen Standes zu halten. Darüber hinaus verbessert sich die Kommunikation zwischen Pathologen und klinisch tätigen Ärzten. Dies ist notwendig, denn die Pathologie wird immer relevanter für Therapieentscheidungen und rückt noch näher an die Klinik heran.

Wie stark werden digitale Diagnostikverfahren bislang genutzt, und wo steht Deutschland im Vergleich?

Zwar gibt es in Europa erste Einrichtungen, die vollständig auf digitale Pathologie umgestellt haben. Dennoch ist sie noch nicht in der Breite der klinischen Pathologie angekommen. Weltweit liegt der Anteil der digitalen Verfahren derzeit unter einem Prozent. Wir erwarten aber, dass dieser Wert innerhalb der nächsten Jahre auf zehn bis 30 Prozent steigt. Zu den europäischen Vorreitern zählen die skandinavischen Länder, die Niederlande, Großbritannien und Spanien. Deutschland steht bisher leider noch am Anfang.

Was war Ihre Intention, diesen Leitfaden zu erstellen, und was erhoffen Sie sich davon?

Unter Pathologen herrscht eine zögerliche Akzeptanz, das Lichtmikroskop wird nach wie vor als schwer ersetzbarer Goldstandard angesehen. Außerdem ist die Einbindung in die Pathologie-Informationssysteme noch unzureichend. Im Leitfaden erläutern wir die wichtigsten technischen und rechtlichen Fragen, die die digitale Diagnostik in der Routine aufwirft. Wir beschreiben sowohl die Validierungsverfahren als auch die technischen Mindestanforderungen an Scannersysteme, die Visualisierungskette, die Archivierung sowie die notwendige Einbindung in den Pathologie-Workflow. Mit dem Leitfaden gehen wir endlich einen entscheidenden Schritt in Richtung Etablierung.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden:
www.pathologie.de

Fotoquelle: Privat

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