DARMKREBSFRÜHERKENNUNG

Darmkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Mittels immunchemischer Tests (iFOB-Test) auf Hämoglobin im Stuhl werden geringe Mengen menschlichen Blutes im Stuhl nachgewiesen.

Gemäß der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben Versicherte seit dem 1. April 2017 Anspruch auf iFOB-Tests anstelle des bisherigen Guajak-Tests, da diese Blutspuren im Stuhl deutlich besser nachweisen. Patienten können den Test ab einem Alter von 50 jährlich und ab 55 alle zwei Jahre kostenfrei bei ihrem Hausarzt, Internisten, Gynäkologen bzw. Urologen durchführen.

Das von Sysmex angebotene Proben-Röhrchen SENTiFIT pierceTube ermöglicht dem Patienten eine sichere und einfache Durchführung des Stuhltests. Das Labor wiederum profitiert von einer schnellen und hygienischen Abarbeitung der Proben dank dem auf das Röhrchen abgestimmten Analyser Sentifit 270. Informieren Sie sich über den iFOBT-Test unter www.darmkrebs-screening.eu.

Vorsorge, Diagnose, Therapie

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 2/2018

Zwei von 1.000 Patienten, die zur Darmkrebsvorsorge gehen, leiden tatsächlich an einem kolorektalen Karzinom. Sysmex hilft mit seinen Produkten, die Erkrankung und ihre Therapie diagnostisch zu begleiten

Darmtumoren im Visier

Das kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Europa. Über 450.000 Menschen erkranken jährlich daran. Darmkrebs fordert sechs Mal mehr Todesopfer als der Straßenverkehr, knapp 16 von 100.000 Männern und neun von 100.000 Frauen europaweit sterben jährlich an Darmkrebs. Dabei ist die Erkrankung bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Der in der Regel lange zeitliche Verlauf zwischen dem Auftreten von Polypen als Vorstufe bis zum Tumor bietet die Chance zur Früherkennung. Eine stetige Teilnahme an Screening-Programmen ab dem 50. Lebensjahr ist unabdingbar. Hat sich der Polyp bereits in einen malignen Tumor verwandelt, so ist der nächste Schritt Operation oder Radiochemotherapie. Für das Staging ist insbesondere die  Lymphknotenanalytik von essenzieller Bedeutung. Sind noch keine Lymphknoten befallen, ist der Patient im Stadium II und hat gute Heilungschancen. Eine Chemotherapie ist in der Regel nicht nötig. Bei befallenen Lymphknoten wird der Patient als Stadium III klassifiziert und bekommt in jedem Fall eine Chemotherapie.
Auch hier dient die exakte Lymphknotenanalytik der Therapieentscheidung. Bei etwa 20 bis 25 Prozent aller Patienten mit Darmkrebs weist die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits Metastasen auf. Weitere 20 Prozent entwickeln Metastasen im Verlauf der Erkrankung, weswegen bei diesen Patienten eine systemische, auf ihre Erkrankung zugeschnittene Therapie die einzige Option ist. Dient bisher eine Gewebebiopsie zur Bestimmung des Mutationsstatus, gibt es heute modernere Verfahren wie Liquid Biopsy. Die blutbasierte Mutationsanalyse ermöglicht schnelle, zuverlässige Informationen für Therapieentscheidungen sowie eine verbesserte Vorhersehbarkeit für das Auftreten von Therapieresistenzen. Denn 75 Prozent der Krebspatienten zeigen laut einer Studie keinerlei Verbesserung bei ihrer angeordneten Therapie.

Erfolgreiche Screenings
Von 1.000 Patienten sind im Schnitt 340 Tests auffällig. Ihnen müssen meist in der folgenden Koloskopie gegebenenfalls Polypen und Adenome entfernt werden, wodurch die Entstehung von Darmkrebs verhindert wird. Bei zwei Patienten von 1000 ist der Prozess schon fortgeschritten

RKI, Report Krebs in Deutschland 2015

Prävention

Je früher erkannt, desto besser: Stuhltests dienen dem Nachweis von geringen Mengen Blut im Stuhl. Von 1.000 Patienten, die zum Screening gehen, zeigen 340 ein auffälliges Ergebnis

Die Entstehung maligner Erkrankungen zu vermeiden oder sie so früh wie möglich zu erkennen, ist oberstes Ziel. Regelmäßige Teilnahme an Screening-Programmen hilft, Vorstufen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Der iFOB-Test (immunochemical Feacal Occult Blood Test) dient dem Nachweis geringer Mengen Blut im Stuhl, das mithilfe von Antikörpern detektiert wird, die sich spezifisch an menschliches Hämoglobin binden. Mit dem sehr spezifischen und sensitiven SENTiFIT® iFOB-Test von Sysmex stehen Screening-Tests zur Verfügung, die hygienisch und einfach in der Handhabung sowohl für den Patienten als auch für den Mitarbeiter im Labor sind. Die Analyse erfolgt zum Beispiel mit dem SENTiFIT® 270. Für die Point-of-Care-Diagnostik kann ein weiterer quantitativer iFOB-Test mit dem CUBE-S von Hitado eingesetzt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat 2018 ein weiteres Signal gesetzt und ein organisiertes Screening-Verfahren mit Einladungsschreiben an potenzielle Teilnehmer eingeführt.

Darm im Visier: Veränderungen der Darmschleimhaut zeigen sich über minimale Blutungen, die im Stuhltest auffallen

Auf einen Blick – SENTiFIT® pierceTube:

  • Immunchemischer Test auf Hämoglobin im Stuhl
  • Einfache und hygienische Probenentnahme
  • Bis zu sieben Tage Probenstabilität
  • Keine Probenvorbereitung im Labor
  • Auswertung im Labor mit dem Analysesystem SENTiFIT® 270

 

Mit der Einführung des iFOB-Tests ist eine weitere Reduzierung der Sterberate zu erwarten. Eine umfangreiche Literaturliste mit Publikationen über den Nutzen des Verfahrens sowie weitere Informationen über den iFOB-Test finden Sie unter www.darmkrebs-screening.eu

Diagnose

Für Patienten mit Kolonkarzinomen ist der Lymphknotenstatus der wichtigste prognostische Faktor und Staging-Parameter. Von 100 Tumor-Patienten weisen 25 befallene Lymphknoten auf

Therapieleitlinien empfehlen keine adjuvante Chemotherapie bei Patienten, bei denen in den Lymphknoten keine Metastasen gefunden wurden – mit Ausnahme von Hochrisikopatienten. Die derzeitige Standardanalyse für das nodale Staging ist die postoperative histopathologische Untersuchung von mindestens zwölf Lymphknoten mit einem HE-Schnitt, die aber nur einen  geringen Anteil des Lymphknotengewebes beurteilen lässt. Die Rate falsch-negativer Ergebnisse beträgt zwischen elf und 24 Prozent. OSNA ist ein automatisierter molekularer Assay, der es ermöglicht, den kompletten Lymphknoten zu analysieren. Das  Reaktionsverfahren basiert auf einer speziellen isothermen Technologie zur Amplifikation von Nukleinsäuren (RT-LAMP*) und ermöglicht die Quantifizierung der Cytokeratin 19 (CK19) mRNA-Expression – ein Epithelzellmarker, der im Lymphknotengewebe sonst nicht vorhanden ist. OSNA gewährleistet demnach die effiziente und umfassende Untersuchung einer großen Anzahl von Lymphknoten in kurzer Zeit.

Ist der Tumor fortgeschritten, hat er die Schleimhaut durchbrochen und schlimmstenfalls bereits Lymphknoten befallen und Metastasen gebildet

 
Auf einen Blick – OSNA RD-210:

  • Automatisierter molekularer Assay zur Analyse des gesamten Lymphknotens
  • Detektion auch kleinster nodaler Metastasen
  • Unterstützung beim Staging in die Stadieneinteilung II oder III
  • Standardisierte diagnostische Informationen als Grundlage für Therapieentscheidungen
  • Schnelle Ergebnisse in ca. 15 min/1 Probe und ca. 30 min/14 Proben

Therapie

Der OncoBEAM™-RAS-TM-Test erkennt im Blut therapierelevante Mutationen aus der DNA von Darmkrebszellen, was etwa 50 Prozent der Patienten mit metastasiertem Darmkrebs betrifft

In den letzten Jahren hat sich das Überleben von Darmkrebspatienten im metastasierten Stadium ab Diagnose von acht Monaten im Durchschnitt auf über 30 Monate verlängert – dank der neuen  Therapieoptionen wie etwa dem Einsatz von Antikörpern gegen den sogenannten Epidermal Growth Factor (EGF)-Rezeptor, mit dem gezielt das Tumorwachstum blockiert wird. Diese Antikörper helfen nur Patienten, deren Tumoren keine Mutationen im RAS-Gen aufweisen, wozu standardmäßig die Bestimmung des RAS-Mutationsstatus aus dem Gewebe erfolgt. Mit der Liquid Biopsy lässt sich der RAS-Status aus nur zehn Milliliter Blut bestimmen. Das erleichtert die Früherkennung von Therapieresistenzen sowie das Monitoring des Therapieansprechens. Die BEAMing-Technologie von Sysmex liefert eine höhere Sensitivität im Vergleich zu anderen Methoden der Flüssigbiopsie. In Deutschland übernimmt die Barmer Ersatzkasse die Erstattung für den Test im Rahmen eines integrierten Versorgungsvertrags.

Auf einen Blick – OncoBEAM™-RAS-Test:

  • Blutbasierte Mutationsanalyse mittels hochsensitiver OncoBEAM™-Technologie
  • Schnelle, nicht-invasive Diagnostik aus 10 Millilitern Blut
  • Bestimmung von 34 klinisch relevanten RAS-Mutationen (KRAS und NRAS)
  • Verbesserte Selektion der RAS-Wildtyp-Patienten für ein Therapieansprechen auf die anti-EGFR-Therapie
  • Kontrolle von Resistenzentwicklungen basierend auf sekundären RAS-Mutationen
  • Gesamtbild der Mutationen aus dem Primärtumor und allen Metastasen

 

Die häufigsten Metastasen bildet Darmkrebs in der Leber und in der Lunge

Sensitivität macht den Unterschied: OncoBEAM™ detektiert ein mutiertes Molekül unter 10.000 Wildtyp-DNA-Molekülen

Bildquelle: Sysmex

Xtra Online – Onkologie

Alles Wissenswerte rund um den iFOB-Test

Liquid Biopsy mit OncoBEAM

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