Sysmex Deutschland
Sysmex Europe
Other Sites
Menu

Kein Abseits für die Gesundheit

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 1/2016

Schnupfen, Ernährung oder Zika-Virus: Die Gesundheit der U21-Fußballspieler liegt den Mannschaftsärzten am Herzen. Der Eurolyser Cube von Sysmex erleichtert ihren Alltag

Mehr als Muskelzerrungen oder Knieverletzungen: Die Mannschaftsärzte sind in puncto Gesundheit erste Ansprechpartner während längerer Turniere der U21-Fußballnationalmannschaft

Wenn die U21- Fußballnationalmannschaft auf dem Rasen um den Sieg kämpft, dann ist der Internist Dr. med. Lars Lippelt meist hautnah dabei. Als Teamarzt begleitet er die deutsche Nachwuchsmannschaft, in der auch Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Manuel Neuer seinerzeit erste Erfolge feierten, seit vielen Jahren in die verschiedenen Einsatzländer. Im Interview berichtet er von seinen Aufgaben als Mannschaftsarzt, seiner persönlichen Beziehung zum Fußball und der nächsten Station, den Olympischen Spielen in Brasilien.

Dr. med. Lars Lippelt 41, Bielefeld, Deutschland

Lippelt ist niedergelassener Internist und Allgemeinmediziner und betreut die U21-Fußballnationalmannschaft seit 2009

 

Wie ist das Ärzte-Team der Fußball-U21 aufgestellt und was sind Ihre Aufgaben als Mannschaftsarzt?

Unser Ärzteteam besteht aus zwei Personen. Ich bin der Internist im Team, mein Kollege ist Orthopäde. Er ist für alles verantwortlich, was den Bewegungsapparat betrifft. Ich kümmere mich um alle medizinischen Probleme, die nicht primär durch Verletzungen bedingt sind. Weiterhin gehören eine sportgerechte Ernährung sowie der Anti-Doping-Bereich zu meinen Aufgabengebieten.

Wie sind Sie zum Fußball gekommen?

Fußball war schon immer ein Hobby für mich. Ich habe Fußball zwar nie ambitioniert, aber immer gern gespielt. Nach dem Studium habe ich meine sportmedizinische Ausbildung im Institut für Sportmedizin in Saarbrücken absolviert. Dort war Professor Wilfried Kindermann als Direktor tätig, der zum damaligen Zeitpunkt die A-Nationalmannschaft medizinisch betreut hat. Darüber bin ich dann auch zu meiner derzeitigen Funktion als Mannschaftsarzt gekommen. Privat spiele ich zurzeit in einem Altherrenverein.

Sind Sie nur für die U21 da?

Hauptberuflich praktiziere ich mit zwei weiteren Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis. Hier bin ich internistisch und hausärztlich tätig. Die Betreuung der U21 ist ein Nebenjob, wenn auch ein sehr zeitintensiver.

Durchschnittlich betreue ich etwa fünf bis sechs Länderspiele pro Jahr, meist als Doppeltermin. Ein solcher Termin beinhaltet Maßnahmen über zehn Tage, inklusive zweier Länderspiele. Qualifiziert sich die Mannschaft für ein Turnier, dann kommen noch einmal deutlich mehr Tage hinzu. Seit zwei Jahren habe ich einen Kollegen, mit dem ich mir diese Aufgabe teile. Der übernimmt, wenn ich in der Praxis unabkömmlich oder im Urlaub bin.

 

„Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, ob ich einen Fußballspieler betreue oder einen Patienten in meiner Praxis.“

Dr. med. Lars Lippelt

 

Sind Sie der zwölfte Spieler im Feld?

Nein, überhaupt nicht. Wenn man 50 Tage mit dem Team unterwegs ist, dann kennt man sich zwar schon ganz gut, es ist aber dennoch ein normales Arzt-Patienten-Verhältnis. Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, ob ich einen Fußballspieler betreue oder einen Patienten in meiner Praxis.

Wie ist der Unterschied zwischen der U21 und der Nationalmannschaft?

Die Spieler in der U21 haben einen bestimmten Jahrgang, der nicht überschritten werden darf. Im Fußball gibt es eine U15, 16 und 17. Dies geht hoch bis zur U21, und in jedem Jahrgang gibt es eine Nationalmannschaft. Theoretisch kann auch ein 17-jähriger in der A-Nationalmannschaft spielen. Aber natürlich ist die Spielerdichte im oberen Bereich sehr viel höher. Deshalb gibt es Junior-Nationalmannschaften, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, auch in jüngeren Jahren international zu spielen.

Ist ein U21 -Spieler sehr beschäftigt?

Es ist ein Vollzeitsport, die meisten U21-Spieler verdienen mit Fußballspielen ihr Geld. Der Terminkalender der Spieler unterscheidet sich je nach Verein. Im Allgemeinen trainieren die Fußballer täglich und haben ein bis zwei Wettkämpfe pro Woche. Bei einem Bundesligaprofi spielen außerdem Behandlungen wie Physiotherapien oder Pressearbeit eine große Rolle.

Ist ein Fußballer fitter als ein Freizeitsportler, zum Beispiel durch ein besseres Immunsystem?

Weil er häufiger trainiert als ein Freizeitsportler, ist er fitter. Die Deutsche Gesellschaft für Sport- und Präventivmedizin empfiehlt, dass jeder, der sich körperlich betätigt, regelmäßig zu sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen gehen sollte. Das gilt für den Hobbyläufer genauso wie für den Profisportler. Ich empfehle die Vorsorge jedem Patienten, der sich bei mir in der Praxis vorstellt und dreimal die Woche laufen oder zweimal die Woche ins Fitness-Studio gehen will. Regelmäßige Untersuchungen sind wichtig, um sich nicht durch den Sport unwissentlich in gesundheitliche Gefahr zu begeben.

Wie schätzen Sie die Chancen für die deutsche U21 bei den Olympischen Spielen in Brasilien ein?

Ich halte mich aus dem sportlichen Bereich eigentlich gern heraus. Mein primäres Ziel ist es, dass kein Spieler krankheitsbedingt ausfällt. Dies kann zu einer Herausforderung werden, da gerade in Brasilien viele Krankheiten auftreten, die es in Deutschland so nicht gibt – zum Beispiel das Zika-Virus.

Wie sieht Ihre mobile Arztpraxis aus?

Ich bin für den kompletten Medikamentenbereich zuständig. Wir haben eine große Reiseapotheke. Diese enthält unter anderem Verbandsmaterial und das Basismaterial, um zum Beispiel Brüche zu schienen. Außerdem gibt es einen Notfallkoffer samt Defibrillator, mit dem wir vitalbedrohliche Notfälle vor Ort behandeln können. Und seit zwei Jahren benutzen wir den Eurolyser Cube von Sysmex, mit dem ich mit nur einem Tropfen Blut innerhalb kurzer Zeit eine verlässliche Aussage zum Infektstatus bekomme. Dies ist enorm wertvoll, besonders in Ländern, in denen nicht die Möglichkeit besteht, für eine Blutentnahme schnell ins nächste Krankenhaus zu fahren. Auch die kleinen Abmessungen des Cubes sind perfekt für die Reisetasche.

Nicht größer als ein Fußball: Der Eurolyser Cube ist die Kombination aus einem
Mini-Tablet und einer Analyseneinheit zur patientennahen Sofortdiagnostik.
Aus einer geringen Menge Vollblut bestimmt das System schnell und unkompliziert
den jeweils gewünschten Einzelparameter.

 

Text Susanne Schmidt

Fotoquelle: Sysmex, Privat

Fragen zu Point-of-Care-Diagnostik?

Xtra Online – POCT

Sysmex POCT-Geräte

Xtra Bestellformular

Zu den Dokumenten
Zu unserer Podcast-Serie
Unser Media Center
Alle
  • Alle
  • Dokumente
  • Podcast
  • Bilder
  • Videos
Love Life and Donate