DARMKREBSFRÜHERKENNUNG

Darmkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Mittels immunchemischer Tests (iFOB-Test) auf Hämoglobin im Stuhl werden geringe Mengen menschlichen Blutes im Stuhl nachgewiesen.

Gemäß der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben Versicherte seit dem 1. April 2017 Anspruch auf iFOB-Tests anstelle des bisherigen Guajak-Tests, da diese Blutspuren im Stuhl deutlich besser nachweisen. Patienten können den Test ab einem Alter von 50 jährlich und ab 55 alle zwei Jahre kostenfrei bei ihrem Hausarzt, Internisten, Gynäkologen bzw. Urologen durchführen.

Das von Sysmex angebotene Proben-Röhrchen SENTiFIT pierceTube ermöglicht dem Patienten eine sichere und einfache Durchführung des Stuhltests. Das Labor wiederum profitiert von einer schnellen und hygienischen Abarbeitung der Proben dank dem auf das Röhrchen abgestimmten Analyser Sentifit 270. Informieren Sie sich über den iFOBT-Test unter www.darmkrebs-screening.eu.

Folgen von Diabetes früh erkennen

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 1/2019

Die Prävalenz der Erkrankung nimmt europaweit zu. Der Hitado-Kunde Dr. med. Rainer Betzholz, Facharzt für Diabetologie, spricht darüber, wie die Point-of-Care-Diagnostik in seinem Zentrum organisiert ist und welche Werte den Gesundheitszustand von Patienten spiegeln.

Das Teststreifensystem UC-1000 kann den Albumin/Kreatinin-Quotienten innerhalb einer Minute bestimmen

Das Diabetes-Zentrum in Neuss, das ca. 2.000 Patienten pro Quartal betreut, leitet Dr. Betzholz mit drei ärztlichen Kolleginnen. Hier werden überwiesene Patienten mit Diabetes behandelt, begutachtet, betreut und im Fall von Typ-2-Patienten bei positivem Verlauf auch wieder an den Hausarzt zurück übergeben. Wir sprachen mit ihm über seine Patienten und seine Erfahrungen mit dem Urinanalysesystem UC-1000.

Herr Dr. Betzholz, welche Patienten kommen zu Ihnen ins Zentrum, und was hat sich über die Jahre hinsichtlich der Therapieoptionen verändert?
Dr. Betzholz: Wir sind eine rein auf Diabetesbetreuung spezialisierte Schwerpunktpraxis. Der Großteil unserer Patienten, etwa drei Viertel, sind Typ-2-Diabetiker. Gerade bei Typ-1-Diabetikern ist das Alter ein interessantes Thema, das ich vergangenes Jahr auch in einem Vortrag bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft vorgestellt habe – denn dadurch, dass die medizinische Betreuung von Typ-1-Diabetikern sich immer weiter verbessert hat, ist auch das Durchschnittsalter immer weiter gestiegen. Hat man Typ-1-Diabetes früher noch Kinder- und Jugenddiabetes genannt, so liegt heute das Durchschnittsalter dieser Patienten bundesweit bei knapp über 50 Jahren. Auch haben wir unter 450 Typ-1-Diabetikern 113, die älter als 60 sind, und sogar elf, die über 80 Jahre alt sind. Die bessere Betreuung und die neueren Therapieformen wie Insulinpumpen sorgen dafür, dass die Patienten weniger Folgeschäden entwickeln und länger leben. Typ-1-Diabetiker bleiben üblicherweise dann das gesamte Leben bei uns in Behandlung.

Und wie ist es mit den Typ-2-Diabetikern?
Das sind Patienten, die wirklich viele „Baustellen“ haben, die unter Bluthochdruck leiden und adipös sind. Anders als bei den Typ-1-Diabetikern geht es bei ihnen schon nicht mehr nur darum, ob Kreatinin im Serum ist, sondern es ist vor allem entscheidend, die Filterleistung der Niere, die glomeruläre Filtrationsrate, zu bestimmen. Zudem muss natürlich auch auf Albuminurie getestet werden, die ja ein Frühwarnsymptom ist. Mit ihr gehen viele andere Folgeerkrankungen einher, zum Beispiel Netzhautveränderungen. Wer schon eine Nierenschädigung mit Makroproteinurie hat, hat meistens unzureichend eingestellten Bluthochdruck und auch eine Netzhautveränderung.

„Bei uns kommen Patienten ins Zentrum, geben ihre Probe ab, und dann dauert es nur zehn Minuten, bis sie mit dem behandelnden Arzt über die Befunde sprechen“

Dr. med. Rainer Betzholz, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie

Um die Bestimmung relevanter Werte zu erleichtern, haben Sie sich kürzlich für das Teststreifensystem UC-1000 entschieden. Was waren die Gründe dafür?
Wir nutzen das System jetzt seit einigen Monaten. Der Grund für den Umstieg liegt insbesondere in der Bedeutung der Untersuchung von Diabetes bedingten Nierenschäden. Hier ist natürlich die Albuminurie ein wesentlicher Faktor. Bisher lief die Aufnahme von Patienten so: Die Patienten kommen und im Labor werden Größe, Gewicht, Body-Mass-Index, Blutdruck sowie Blutglukose und Hba1c gemessen. Und dann wird natürlich auch der Urin untersucht, und das lief bisher immer zweistufig. Zuerst wurde mittels Teststreifen geprüft, ob überhaupt eine Albuminurie vorlag. War das der Fall, hat man einen quantitativen Test durchgeführt. Auch dann gab das Gerät den Befund aber nur in Milligramm pro Deziliter aus. Standard für die Diagnostik ist aber mittlerweile der Albumin/Kreatinin-Quotient, den wir dann erst mittels Tabellen hätten nachschlagen müssen. Daher haben wir ein Instrument gesucht, das
den Wert gleich mit ausgibt. So kamen wir auf den UC-1000, der direkt beide Arbeitsschritte übernimmt und damit auch den Gesamtprozess kostengünstiger macht.

Der Teststreifen Meditape UC-12S mit zwölf Parametern

Wie viele Urinproben werden bei Ihnen insgesamt täglich ausgewertet?
Nun, der Urin wird bei jedem Patienten untersucht. Bei uns sind pro Tag drei Ärzte im Einsatz, die Proben von insgesamt etwa 60 bis 65 Patienten auswerten. In Hausarztpraxen ist es ja hingegen meist so, dass ein Patient kommt, seine Proben abgibt, die werden erst mal ins Labor geschickt und dann erst zwei oder drei Tage später, bei einem zweiten Termin, mit dem Patienten besprochen. Bei uns ist es so, dass Patienten ihre Proben abgeben,
diese sofort ins Labor gehen und bereits zehn Minuten später mit dem Arzt besprochen werden.

Das heißt, das Arbeitspensum kann enorm hoch sein?
Richtig, deswegen haben wir auch zwei Geräte – und gerade deshalb ist auch der eingesparte Untersuchungsschritt so praktisch. Dazu kommt, dass unsere Praxissoftware so konfiguriert ist, dass das vom Instrument ausgegebene Ergebnis vom Labormitarbeiter direkt in die Software übertragen werden kann. Wir haben uns gegen eine direkte Anbindung an die EDV entschlossen, obwohl das möglich gewesen wäre.

Wie gefällt dem Laborpersonal der UC-1000?
Wir hatten das Gerät extra eine Probewoche aufgestellt. Unserer Laborleitung war es beispielsweise sehr wichtig, dass die Pflege des Instruments mit wenigen Handgriffen gründlich und einfach zu erledigen ist. Das ist ein Thema, das ihr sehr am Herzen liegt. Sie kümmert sich um jedes Gerät, als sei es ihr eigenes, und war absolut begeistert davon, wie leicht der UC-1000 zu reinigen ist. Wir haben anschließend die Meinung des gesamten Laborpersonals eingeholt, und die waren wirklich sofort überzeugt. Also haben wir gleich noch ein zweites Gerät genommen. Jetzt sind alle glücklich, und die Urinanalytik läuft „wie am Schnürchen“.

Würden Sie den UC-1000 weiterempfehlen?
Auf jeden Fall würden wir das Gerät weiterempfehlen. Das Hauptargument dabei ist, dass es vom Workflow her eine Menge Vereinfachungen bringt und sogar wirtschaftlicher ist, was die Verbrauchskosten angeht. Im Übrigen ist die Methode auch in Hinblick auf den Umgang mit dem Urin deutlich angenehmer. Zum einen hinsichtlich des Kontakts mit dem Sekret, zum anderen bezogen auf die Reinigung des Geräts.

Weitere Informationen unter: www.sysmex.de/UC-1000

Summary

  • Das Durchschnittsalter von Typ-1-Diabetikern liegt heutzutage bei mehr als 50 Jahren
  • Bei Typ-2-Diabetikern ist die Ermittlung der glomerulären Filtrationsrate und des Albumin/Kreatinin-Quotienten für
    die Diagnose von Nierenschäden entscheidend
  • Mit dem Teststreifensystem UC-1000 lässt sich der Albumin/ Kreatinin-Quotient einfach und schnell bestimmen

 

Text: Dr. Oliver Hauss

Fotoquelle: Alwin Lay

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