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Wasseranalyse

Zur Beurteilung der Qualität von Wasser werden sowohl für Leitungs- als auch für Abwässer verschiedene biologische Parameter bestimmt. Beispielsweise darf im Trinkwasser die Gesamtzahl koloniebildender Bakterien laut Trinkwasserverordnung eine Zahl von 100/ml nicht überschreiten, coliforme Bakterien dürfen gar nicht nachweisbar sein. Diese biologischen Parameter können mit Hilfe von klassischen Plattierungsverfahren bestimmt werden. Der zeitliche Aufwand bis zum Ergebnis beträgt 3-5 Tage. Mit Hilfe der Flowzytometrie kann dieser zeitliche Aufwand auf etwa eine halbe Stunde reduziert werden, sodass die Ergebnisse vorliegen, bevor das Wasser ins Leitungssystem eingespeist wird. Noch hat sich die Flowzytometrie als Qualitätskontrolle für Trinkwasser in Deutschland nicht durchgesetzt, in der Schweiz ist sie jedoch bereits seit 2012 etabliert und lieferte die Erkenntnis, das mit Hilfe der Plattierungsverfahren die Anzahl der nachgewiesenen Bakterien deutlich niedriger liegt. Somit stellt die Flowzytometrie das schnellere und sensitivere Testsystem dar, welches sich sicher auch in anderen Ländern etablieren wird.

Heterotrophe Keimzahl

Robert Koch begründete die moderne mikrobiologische Trinkwasserqualitätskontrolle 1883 durch seine Beschreibung einer Methode zur Bestimmung der Zellzahl von Mikroorganismen in Boden, Luft und Wasser. Seitdem dient die Bakterienzahl als Parameter für die Überwachung der Wasserqualität und als Mittel zur Überprüfung der Wirksamkeit der Trinkwasseraufbereitung. Neben jüngeren, spezifischeren Methoden wird die heterotrophe Keimzahl (HPC) auch heute noch fast unverändert bestimmt und gemäß festgelegten Standards auf 300 Kolonien pro Milliliter beschränkt.

Es ist jedoch bekannt, dass der tatsächliche mikrobiologische Zustand des Trinkwassers nicht wirklich mit dem Bakterienwachstum auf einer künstlichen Kultur verglichen werden kann. Die Gesamtzahl an vorhandenen Bakterien gemäß Bestimmung durch die Flowzytometrie ist typischerweise bis zu 10.000 Mal höher als die Zahlen, die sich aus der aeroben Koloniezählung ergeben. Der Grund dafür liegt darin, dass nur ein Bruchteil (normalerweise weniger als 1 %) der Mikroorganismen im Trinkwasser durch HPC entdeckt wird. Die mittels Flowzytometrie bestimmte Gesamtzahl (FMC-TCC) ist von Interesse, weil diese Methode einfach, schnell und quantitativ präzise ist, und sowohl kultivierbare als auch nicht-kultivierbare Mikroorganismen detektiert.

Interview: Der mikroskopische Fingerabdruck des Wassers

"Der mikroskopische Fingerabdruck des Wassers" - Interview mit dem Amt für  Verbraucherschutz und Veterinärwesen in St.Gallen

Wie das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in St. Gallen in nur wenigen Stunden feststellen kann, ob sich Trinkwasser mikrobiologisch verändert hat oder nicht

Zum Interview aus der Xtra 2/2015

Poster: Inactivation of three different Aspergillus species in drinking water using light-emitting diodes

Quelle:

  • iBET - Instituto de Biologia Experimental e Tecnológica, Apartado 12, 2780-901 Oeiras, Portugal
  • Instituto de Tecnologia Química e Biológica António Xavier, Universidade Nova de Lisboa, Av. da República, 2780-157 Oeiras, Portugal

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