Die stille Pandemie
Antibiotikaresistente Keime bedrohen 100 Jahre medizinischen Fortschritt.
Für ein wirkungsvolles Dagegenhalten braucht es immense Anstrengungen und einen globalen Blick. xtra spricht mit vier Forschenden auf der ganzen Welt.
Text
Tom Rademacher
Eine Bedrohung, die unsichtbar ist
Auch am still daliegenden Ufer des Greifswalder Boddens im norddeutschen Mecklenburg-Vorpommern lauert die Gefahr. Der Beginn einer weltweiten Spurensuche, die den xtra-Reporter bis in den Amazonas führt
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt AMR eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen.
| Heute töten resistente Keime jährlich mehr als eine Million Menschen direkt und tragen zu fast fünf Millionen Todesfällen bei. Tendenz: steigend. | Zwischen 1990 und 2021 hat sich die Zahl der Todesfälle durch einzelne Erreger verdoppelt. | Bis 2050 könnten insgesamt fast 40 Millionen Menschen direkt an resistenten Keimen sterben und 169 Millionen weitere Todesfälle durch sie mitverursacht werden. |
Im Greifswalder Bodden, wo sich die Ostsee in sanfte Buchten schmiegt, hat Professorin Katharina Schaufler Alarmierendes entdeckt. „An vielen Stellen finden wir bakterielle Krankheitserreger, die gegen gängige Antibiotika resistent sind“, sagt die Veterinärmedizinerin und Leiterin des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) in Greifswald. „One Health“ steht für die Idee, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt untrennbar verbunden ist. Antimikrobielle Resistenzen (AMR) sind dafür ein Paradebeispiel: Sie machen bakterielle Krankheitserreger schwer behandelbar. Solche resistenten Bakterien verbreiten sich über Artgrenzen hinweg und finden sich längst in Umweltreservoirs. „Dass Resistenzgene in der Umwelt vorkommen, ist keine Überraschung“, erklärt Schaufler. „Auffällig ist, dass zunehmend klinisch relevante Resistenzdeterminanten dort nachweisbar sind – und offenbar stabil bleiben.“ Lange nahm man an, dass Resistenzmechanismen ohne Selektionsdruck wieder verloren gehen. „Heute sehen wir, dass bakterielle Fitnesskosten kompensiert werden können“, so Schaufler. „Resistenzen bleiben daher auch ohne direkten Antibiotikadruck erhalten.“
Die stille Pandemie
„Wir sprechen hier von einer stillen Pandemie“, sagt Prof. Nico Mutters, Direktor des Instituts für Hygiene und Ö!entliche Gesundheit an der Uniklinik Bonn und Vorsitzender des European Committee on Infection Control (EUCIC). Als Fachmann dafür, wie man Infektionen systematisch in den Griff bekommt, war er zuletzt während der Coronapandemie öfter vor der Kamera. „Anders als bei einem Virus wie SARS-CoV-2 haben wir es hier nicht mit einem neuen bedrohlichen Erreger zu tun, der Schlagzeilen macht und Ressourcen mobilisiert“, erläutert er. Stattdessen geht es um einen schleichenden Trend bei vielen verschiedenen, aber bekannten Keimen. Jährlich sterben hierzulande fast 10.000 Menschen an Infektionen mit solchen Keimen; bei viermal so vielen Todesfällen sind sie mit im Spiel. „Die Bedrohung ist komplex und schwerer zu vermitteln – aber keineswegs kleiner.“
„Resistenzen zu entwickeln, ist für Bakterien eine Überlebensstrategie seit Jahrmillionen“
„Es droht die Rückkehr in die Zeit vor den Antibiotika“
Evolution im Schnelldurchlauf
Dieses Ausmaß ist neu, die Ursache uralt: „Resistenzen zu entwickeln, ist für Bakterien eine Überlebensstrategie seit Jahrmillionen“, erklärt Mikrobiologin Schaufler. Bakterien vermehren sich rasend schnell und passen sich durch genetische Veränderungen an ihre Umgebung an. Überlebt ein Keim in Gegenwart eines Antibiotikums, weil er das Gift ausscheidet, gar nicht erst aufnimmt oder zerstört, kann er diese Fähigkeit an die nächste Generation weitergeben – und in vielen Fällen auch zwischen Bakterien austauschen, teils sogar über Artgrenzen hinweg. „Evolution im Schnelldurchlauf“ nennt Schaufler das. Neu ist vor allem, dass der Mensch den Selektionsdruck auf Bakterien erheblich erhöht und damit ihre Anpassung beschleunigt: „Wir trainieren unsere Gegner – und tun gleichzeitig zu wenig, um Infektionen zu verhindern“, so Schaufler.
„Es droht die Rückkehr in die Zeit vor den Antibiotika“, warnt Mutters. Heute harmlos erscheinende Infekte, alltägliche Verletzungen, jede Operation, aber auch viele Krebstherapien und das Management einiger chronischer Erkrankungen – ohne wirksame Antibiotika wäre vieles massiv erschwert oder gar unmöglich. Und so werden heute pro Jahr knapp 50 Milliarden Tagesdosen konsumiert; bis 2030 könnten es 75 Milliarden sein. Die Verfügbarkeit der Wunderwaffe ist Segen und Problem zugleich.
Schon in seiner Nobelpreisvorlesung vor 80 Jahren warnte der Vater des Penicillins, Alexander Fleming: „Es könnte die Zeit kommen, in der Penicillin von jedermann frei im Laden gekauft werden kann.“ Dann aber bestehe die Gefahr, dass der Unkundige seine Mikroben widerstandsfähig mache. Wir erleben genau das, wie Prof. Mutters erklärt: „Wo Antibiotika wenig reguliert und unsachgemäß eingesetzt werden, finden sich die meisten Resistenzen – allen voran in Ländern mit schwacher Gesundheitsversorgung.“ Deren Bevölkerungen tragen heute bereits die höchste AMR-Last. In den Prognosen erleben die ärmsten Länder im globalen Süden bis 2050 die höchsten Mortalitätsraten. Es ist ein Teufelskreis: Fehlende ärztliche Kontrolle befördert den unkontrollierten Einsatz von Antibiotika und die Entstehung von Resistenzen. Schlechte Infrastruktur und Hygienestandards lassen resistente Keime und Antibiotika auf Felder und ins Trinkwasser gelangen. Der Ukrainekrieg zeigt das Problem ganz akut: Dort wurden 2024 bei 85 Prozent der Kriegsverwundeten multiresistente Keime nachgewiesen.
Doch AMR ist kein reines Armuts- oder Krisenphänomen. Ihre Entstehung und Verbreitung lässt sich überall beobachten – mit unterschiedlicher Intensität. „In den Niederlanden werden Hygienemaßnahmen zur Eindämmung von resistenten Erregern sehr streng umgesetzt. In Griechenland hingegen mangelt es an Hygieneexperten, so gibt es beispielsweise keine Facharztweiterbildung für Hygiene“, erklärt Mutters. „Dies schlägt sich entsprechend auch auf die AMR-Zahlen nieder.“ Aber auch in Bezug auf den Antibiotikaverbrauch gibt es teils auffällige Unterschiede. In Deutschland – wo jedes Jahr 10.000 Menschen an resistenten Keimen sterben – klaffen regionale Unterschiede: Im Saarland werden 60 Prozent mehr Antibiotika pro Kopf verschrieben als in Hamburg.
Klare Regeln wirken
Antibiotic Stewardship heißt eine globale Gegenstrategie, AWaRe ist ein Instrument dazu. Das Akronym steht für Access, Watch, Reserve. Seit 2017 teilt die WHO Antibiotika in diese drei Gruppen ein: Access-Wirkstoffe sollen als sichere und wirk-same Erstlinientherapien eingesetzt werden. Auf Watch-Antibiotika dürfen Behandelnde nur gezielt und bei einer Resistenz zurückgreifen. Reserve Antibiotika bleiben die allerletzte Option gegen multiresistente Erreger. Die Klassifikation gibt Orientierung und wirkt steuernd. Geht es nach der WHO, sollen Access-Wirkstoffe 2030 mindestens 70 Prozent des Verbrauchs ausmachen. Laut letztem Report liegt der globale Schnitt noch bei 57 Prozent. Deutschland kommt auf 61 Prozent, schneidet aber nicht nur schlechter ab als europäische Vorreiter wie Island, Norwegen und Dänemark, sondern rangiert auch hinter Laos, Honduras und Sambia. Die AWaRe-Klassifizierung und pauschale Prozentvorgaben für Länder mit sehr unterschiedlichem Infektionsaufkommen sind nicht unumstritten. Gleichwohl schärft AWaRe nachweislich das Bewusstsein. Und Studien zeigen, dass Antibiotic-Stewardship-Programme den Gesamtverbrauch von Antibiotika um rund 28 Prozent senken können. „Aufklärung gehört zu den wichtigsten Hebeln, die wir haben“, meint Mutters. Auch die Forschung von Prof. Schaufler in der Ostsee setzte unter anderem gezielt auf die Aufklärung der Bevölkerung – und wurde 2025 auch dafür ausgezeichnet.
Wie wirksam gesetzliche Regulierung sein kann, zeigt sich bei einem wichtigen Treiber von Resistenzen. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist insgesamt deutlich stärker reguliert und zur Wachstumsförderung in der EU seit 2006 verboten. Seit 2011 ist der Antibiotikaverbrauch in der Nutztierhaltung in Europa deutlich zurückgegangen – um rund 50 Prozent, in Deutschland sogar um rund 70 Prozent. Dieser Rückgang wird auf ein Zusammenspiel aus Regulierung, verbessertem Management, veränderten Produktionsbedingungen und auch Entwicklungen auf der Nachfrageseite zurück-geführt. „Viele Antibiotikagaben lassen sich durch bessere Hygiene, Prävention und ein gezielteres Management vermeiden“, erklärt Mikrobiologin und Veterinärin Schaufler.
Leere Pipeline
Ein massives Problem bleibt: Es kommen praktisch keine neuen Antibiotika auf den Markt. Zwischen den 1950er- und 1970r-Jahren wurden ständig neue antibiotische Wirkstoffe entwickelt und zugelassen. Danach wurden die Abstände immer größer. „In den vergangenen 30 Jahren haben sich die Pharmakonzerne mehr und mehr aus der Entwicklung neuer Antibiotika verabschiedet, weil sie sich oft nicht lohnen kann und sehr schwierig ist“, sagt Mutters. Antibiotika würden nur kurz verschrieben – im Gegensatz zu Arzneien gegen chronische Leiden, die stetige und jahrzehntelange Absätze generierten.
Prof. Rolf Müller kennt die Hemmnisse bei der Antibiotikaentwicklung sehr gut. Der Professor für Pharmazeutische Biotechnologie an der Universität des Saarlandes und Direktor des Helmholtz Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) beschäftigt sich seit mehr als drei Jahrzehnten mit dem Thema: „Die Entwicklung eines neuen Antibiotikums ist extrem schwierig“, sagt er. Nicht nur suche man einen sicher einsetzbaren Wirkstoff, der nur dem Krankheitserreger schade. „Sie haben es mit einem wehrhaften Zielorganismus zu tun, der sich laufend wandelt und neue Abwehrstrategien entwickelt“, erklärt Müller. Ein Generationenwechsel beim Menschen vollzieht sich etwa alle 30 Jahre. „Beim Bakterium haben Sie es alle 30 Minuten mit einem neuen Gegner zu tun.“
Von der Entdeckung eines Wirkstoffs bis zur Marktreife vergingen derweil im Schnitt zwölf Jahre und flossen rund zwei Milliarden Euro, sagt Müller. Am Ende steht im besten Fall ein potenter Wirkstoff – den jeder Arzt und jede Ärztin deshalb nur im absoluten Ausnahmefall einsetzen soll.
„Antibiotika sind zu billig“, sagt Müller deshalb. Die Gesellschaft müsse bereit sein, den potenziell lebensrettenden Wert besser einzupreisen. „Wie bei der Feuerwehr, für die wir zahlen und hoffen, sie nie zu brauchen.“ Diskutiert werden „Abo-Modelle“, bei denen Länder den Zugang zu Antibiotika vergüten statt die tatsächlichen Abnahmemengen. Eine andere Idee sind sogenannte Voucher, zusätzliche Patent- und Vermarktungsrechte, die sich auch auf andere Produkte übertragen ließen, um die Entwicklung neuer Antibiotika zu belohnen.
„Wir müssen auch über die Zulassungskriterien selbst reden“, sagt Müller. „Viele Wirkstoffe aus den 1950er- oder 1960er-Jahren würden heute gar keine Zulassung mehr erhalten.“ Jeder neue Wirkstoff gegen ein bekanntes Pathogen muss seine Überlegenheit gegenüber einem bestehenden Mittel beweisen, ohne stärkere Nebenwirkungen. „Nicht eingerechnet wird dabei, dass das bestehende Mittel irgendwann von resistenten Keimen ausgehebelt wird und wir eine – wenngleich weniger perfekte – Alternative brauchen. Sonst fahren wir unweigerlich vor die Wand!“
Von alten Feindschaften lernen
Forschungsansätze gibt es genug: „Wir lernen von den ältesten Feinden der Bakterien in einem Wettstreit, der seit mehr als einer Milliarde Jahren tobt“, sagt Dr. Esteban Charria-Girón von der Universität Wageningen. Der Biotechnologe forscht an Pilzen, die in der Natur mit Bakterien um Lebensraum und Nährstoffe konkurrieren. „Weil Pilze in diesem Wettstreit nicht mobil wie Bakterien sind, haben sie Chemiewaffen entwickelt, um sich zur Wehr zu setzen.“
„Beim Bakterium haben Sie es alle 30 Minuten mit einem neuen Gegner zu tun“
Unter anderem im Regenwald seiner kolumbianischen Heimat hat Charria-Girón zur Entdeckung vieler weltweit bislang nicht katalogisierter Pilzarten beigetragen. „In dieser weitgehend unerforschten Biodiversität schlummert ein riesiges Arsenal“, sagt er. Der Biotechnologe setzt auf Gensequenzierung und Bioinformatik, um die im Pilzgenom verborgenen Chemiewaffen zu erkennen – zunehmend unterstützt durch künstliche Intelligenz. So lassen sich im Meer der Mikroben aussichtsreiche Kandidaten schneller identifizieren. „Pilze haben verschiedene Lebenszyklen, die von ihrer Umwelt getriggert werden. Nicht alle lassen sich überhaupt im Labor beobachten“, erklärt Charria-Girón. „Wenn wir aber Muster und Mechanismen im Genom verstehen, können wir sehen, wozu ein Pilz unter bestimmten Bedingungen fähig ist.“
Die Suche trägt Früchte: 2024 veröffentlichten Charria-Girón und Forschende des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) eine Studie zu einem Bodenpilz namens Arcopilus navicularis. Er produziert Arcopilin, ein Molekül, das pathogene Bakterien daran hindert, Biofilme zu bilden, und so die Effektivität bekannter Antibiotika verstärkt.
Neue Strategien
„Antibiotika müssen den Keim nicht direkt töten“, erklärt Müller. „Wir können ihn so schwächen, dass unser Immunsystem oder andere Wirkstoffe ihn in den Griff bekommen.“ Sie bremsen das Wachstum, hemmen die Toxinproduktion, stören die Kommunikation zwischen Bakterien und verhindern die Bildung von Biofilmen. Der Vorteil: Die Kombination von Wirkmechanismen erschwert den Keimen die Entwicklung von Resistenzen.
„Stewardship und neue Antibiotika sind nicht unsere einzigen Waffen“, sagt Mutters. Vielleicht seien es nicht einmal die wichtigsten. „Wir könnten Infektionen früher und besser verhindern.“ Hygiene, Prophylaxe, Aufklärung und strukturelle Maßnahmen sind dabei entscheidend. Doch auch hier klaffen weltweit Lücken: Die Fachrichtung der Hygieniker und Hygienikerinnen ist noch jung. In Deutschland feierte die Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaus-Hygiene gerade erst ihr 30-jähriges Bestehen. „In vielen Ländern existiert dieser Berufsstand noch gar nicht“, sagt Mutters. „So laufen wir mehr Infektionen hinterher, als eigentlich nötig wäre.“
“In der weitgehend unerforschten Biodiversität des Regenwaldes schlummert ein riesiges Arsenal“
Schneller wissen, was wirkt
Auch Mikrobiologie und Diagnostik können heute entscheidend dazu beitragen, Infektionen schneller und gezielter einzudämmen. „Wir haben hier kein Kapazitätsproblem, und die Technologien sind enorm fortgeschritten“, sagt Mutters. Moderne Verfahren ermöglichen es, Keime und ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika schnell und sicher sogar direkt am Point-of-Care zu bestimmen. Wie viel Unterschied das macht, zeigt sich bei bakteriellen Harnwegsinfektionen: Sie zählen zu den häufigsten Infektionen im Klinikalltag.
Laut dem Global Antibiotic Resistance Surveillance Report 2025 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war weltweit im Schnitt zuletzt jede sechste im Labor untersuchte Infektion auf einen resistenten Keim zurückzuführen – bei Harnwegsinfektionen (UTI) war es jede dritte.
Klassisch verschreiben Behandelnde ausgerechnet bei UTI zunächst ein Breitbandantibiotikum – während sie zwei bis fünf Tage auf das Ergebnis einer Laborkultur warten. In dieser Zeit kann sich der Zustand von Betroffenen verschlechtern, resistente Erreger können weiter gedeihen und sich ausbreiten. Hochautomatisierte Systeme wie das PA-100 AST System von Sysmex verändern das grundlegend: Schon beim ersten Praxisbesuch können bakterielle Infektionen in 15 Minuten erkannt werden, und binnen 45 Minuten wird ein vollständiges Antibiogramm erstellt. Behandelnde können so gezielt das tatsächlich wirksamste Antibiotikum einsetzen. Das senkt nicht nur das Risiko von Komplikationen und Folgeinfektionen, es vermeidet auch die Entstehung weiterer Resistenzen. Mehr noch: Viele ältere Antibiotika könnten wieder effektiv genutzt werden, wo sie nachweislich wirken, während der blinde Einsatz von Breitspektrumwirkstoffen deutlich reduziert wird.
„Wir können die Entstehung von Resistenzen nie ganz verhindern“, sagt Prof. Mutters. „Aber wir können sie bremsen und uns besser wappnen.“ In Laboren, Kliniken und Forschungseinrichtungen arbeiten Expertinnen und Experten fieberhaft daran. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft müssen ihren Part leisten. Schaufler, Mutters, Müller und Charria-Girón haben sich dem Kampf verschrieben – ihr gesamtes Berufsleben schon. Warum? Das beantwortet der junge Forscher aus Kolumbien mit einer Gegenfrage: „Was gibt es denn Größeres, als eines der drängendsten Menschheitsprobleme zu lösen?“
