Sysmex Deutschland
Menu

Scientific Kalender September 2021

Wie können die Detektion von Lymphknoten und die Identifizierung von Metastasen bei Patienten mit einem Prostatakarzinom erleichtert werden?

Mit einer Hormontherapie

Mit einer Radiotherapie

Mit einer Tracer-gesteuerten präoperativen Bildgebung und einem molekulardiagnostischen Test intra- oder postoperativ

Mit einer digitalen rektalen Untersuchung (DRU) und einem Test auf das prostataspezifische Antigen (PSA)

Herzlichen Glückwunsch!

Das ist die richtige Antwort.

Das ist leider nicht komplett richtig.

Bitte versuchen sie es erneut.

Das ist leider nicht die richtige Antwort.

Bitte versuchen sie es erneut.

Hinweis

Bitte wählen sie mindestens eine Antwort aus.

Warum blind herumstochern, wenn man auch eine Karte verwenden kann?

Jedes Jahr werden in Europa mehr als 600.000 Männer mit einem urologischen Malignom erstdiagnostiziert, wobei das Prostatakarzinom (PK) am häufigsten auftritt.1 Wird dieses früh entdeckt, kann diese Art von Karzinom sehr gut behandelt werden; in einigen Fällen sogar kurativ nur durch eine Operation.2-3 Das Standardverfahren beinhaltet dagegen häufig eine umfangreiche pelvine Lymphadenektomie (extended pelvic lymphadenectomy, ePLND), die postoperativ zu einer schweren Morbidität führen kann. Aktuell wird im Rahmen mehrerer klinischer Studien eine weniger invasive Alternative untersucht. Dieser alternative Ansatz umfasst eine Biopsie von Sentinel-Lymphknoten (SLKs) und zeigt sehr vielversprechende Ergebnisse.4-6

Es gibt tatsächlich Alternativen zur radioaktiven Methode. Letztere ist der aktuelle Standard und wird in den meisten Ansätzen mit Tracer-gesteuertem Lymphknoten-Mapping verwendet. Zu den Alternativen gehört unter anderem das Sentimag® -Magtrace®-System, das die SLKs magnetisch detektiert. Der flüssige Tracer Magtrace® wird präoperativ in die Prostata injiziert. Während der Operation erfolgt die Detektion von potenziell metastasierte Zellen enthaltenden SLKs mit Hilfe des Magnetometers Sentimag®. Dieses System kann sowohl für die in vivo-Identifizierung als auch die ex vivo-Bestätigung magnetischer Lymphknoten verwendet werden. Mit Hilfe dieses Ansatzes konnte in einer Pilotstudie mit 19 Patienten 7 SLKs (Medianwert) detektiert werden; demgegenüber liegt der Medianwert für herausgeschnittene Lymphknoten (LKs) im Rahmen einer ePLND bei 17.7 Im Rahmen einer durchgeführten Nachfolgestudie mit 50 Patienten lag die Detektionsrate bei 100 % und der Medianwert für herausgeschnittene SLKs betrug 9.8

Ein präoperatives Mapping mittels Visualisierung der Lymphknoten kann die Identifizierung auch über die gemusterten Bereiche, die häufig für die Durchführung der ePLND verwendet werden, hinaus weiter erleichtern. Nach der transrektalen Injektion des Magtrace® in die Prostata werden mit Hilfe einer präoperativ durchgeführten Magnetresonanztomographie die SLKs über die Aufnahme superparamagnetischer Eisenoxidpartikel kartiert. Die so erstellten Karten können während der Operation für die Detektion der Lymphknoten von Interesse verwendet werden.9

Der Blick auf das Gesamtbild

Metastasen in LKs sind bei einem Prostatakarzinom ein ausschlaggebender prognostischer Faktor. Für das Planen einer adjuvanten Behandlung ist die korrekte Beurteilung des Lymphknotenstatus somit von höchster Bedeutung. Die aktuelle histopathologische Beurteilung sezierter Lymphknoten besteht aus einer Hämatoxylin-Eosin(HE)-Färbung einiger weniger Gewebeschnitte, bei denen häufig kleine Metastasen unentdeckt bleiben, was wiederum die Genauigkeit des Stagings beeinträchtigt. Darüber hinaus sind serielle Gewebeschnitte für die Histopathologie und Immunchemie trotz ihrer höheren Sensitivität bekanntermaßen arbeitsintensiv und zeitaufwendig und daher für eine intraoperative Verwendung nicht geeignet.

Das Testverfahren OSNA (one step nucleic acid amplification; zu Deutsch Nukleinsäureamplifikation in einem Schritt) ist eine optimale Lösung und überwindet solche Einschränkungen. Es handelt sich hierbei um ein schnelles, einfach handhabbares, hochsensitives und standardisiertes molekulardiagnostisches Verfahren, das insbesondere bei einer kleinvolumigen Erkrankung eine Quantifizierung der Gesamtlast des Tumors in allen LKs ermöglicht. Die Nutzung von OSNA für die intraoperative Diagnostik kann die personalisierte LK-Operation bei einem PK unterstützen. Des Weiteren kann das Verfahren bei einem PK das nodale Staging verbessern und gleichzeitig die Arbeitsbelastung des Pathologen verringern, da viele Prozesse automatisiert sind und mit geringem Aufwand von einem erfahrenen Techniker durchgeführt werden können.10

Das Sentimag® - Magtrace® -System bietet in Kombination mit dem OSNA-Diagnostikum eine spezifische Lokalisierung von SLKs und ermöglicht eine äußerst sensitive intraoperative Analyse aller LKs. Dies ermöglicht ein akkurates nodales Staging und bietet Klinikern eine verlässliche Basis für individualisierte Behandlungsentscheidungen.10

Literatur

  1. Ferlay J et al. (2013): Cancer incidence and mortality patterns in Europe: estimates for 40 countries in 2012. Eur J Cancer. 49(6):1374–1403.
  2. Bekelman JE et al. (2018): Clinically Localized Prostate Cancer: ASCO Clinical Practice Guideline Endorsement of an American Urological Association/American Society for Radiation Oncology/Society of Urologic Oncology Guideline. J Clin Oncol. 36(32):3251–3258.
  3. Mottet N et al. (2017): EAU-ESTRO-SIOG Guidelines on Prostate Cancer. Part 1: Screening, Diagnosis, and Local Treatment with Curative Intent. Eur Urol. 71(4):618–629.
  4. van der Poel HG et al. (2017): Sentinel Node Prostate Cancer Consensus Panel Group members. Sentinel node biopsy for prostate cancer: report from a consensus panel meeting. BJU Int. 120(2):204–211.
  5. van der Poel HG et al. (2017): Sentinel node biopsy and lymphatic mapping in penile and prostate cancer. Urologe A. 56(1):13–17.
  6. Wit EMK et al. (2017): Sentinel Node Procedure in Prostate Cancer: A Systematic Review to Assess Diagnostic Accuracy. Eur Urol. 71(4):596–605.
  7. Winter A et al. (2014): A novel method for intraoperative sentinel lymph node detection in prostate cancer patients using superparamagnetic iron oxide particles and a handheld magnetometer: The initial clinical experience. Ann Surg Oncol. 21:4390–4396.
  8. Winter A et al. (2016): Magnetometer guided sentinel lymphadenectomy after intraprostatic injection of super-paramagnetic iron oxide nanoparticles in intermediate and high-risk prostate cancer patients. J Urol. 195 (Suppl. 4):e987.
  9. Winter A et al. (2016): Magnetic resonance sentinel lymph node imaging in prostate cancer using intraprostatic injection of superparamagnetic iron oxide nanoparticles: The first in-human results. Eur Urol Suppl. 15 (Suppl. 3):1060.
  10. Engels S (2021): Evaluation of Fast Molecular Detection of Lymph Node Metastases in Prostate Cancer Patients Using One-Step Nucleic Acid Amplification (OSNA). Cancers. 13(5):1117.

Endomag®, Sentimag® und Magseed® sind eingetragene Europäische Unionsmarken der Endomagnetics Ltd · www.endomag.com

Magtrace® ist eine eingetragene Marke von Endomagnetics Ltd in Großbritannien · www.endomag.com

 

Copyright © Sysmex Europe GmbH. All rights reserved.
Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Wir berücksichtigen Ihre Auswahl und verwenden nur die Daten, für die Sie uns Ihr Einverständnis geben.

* Kann zu Einschränkungen bei Inhalten und Nutzungserlebnis führen
Details zu Cookies
Notwendige Cookies
Diese Cookies helfen dabei, unsere Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriffe auf sichere Bereiche ermöglichen. Unsere Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.
Statistik-Cookies
Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt werden. Mit diesen Informationen können wir unser Angebot laufend verbessern.
Marketing-Cookies
Diese Cookies werden verwendet, um Besuchern auf Webseiten zu folgen. Die Absicht ist, Anzeigen zu zeigen, die relevant und ansprechend für den einzelnen Benutzer und daher wertvoller für Publisher und werbetreibende Drittparteien sind.