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Messtechnologien und Scattergramme

WNR

In einer zweistufigen Reaktion wird zunächst die Zellmembran der Leukozyten perforiert, wobei die Zellen weitestgehend intakt bleiben. Im zweiten Schritt werden die Nukleinsäuren der Kerne mit einem speziellen Fluoreszenzmarker markiert. Bei den NRBC werden die Zellmembranen vollständig lysiert und nur die Kerne entsprechend markiert. Im Scattergramm werden die Zellen aufgrund ihres Fluoreszenzsignals und ihrer Größe differenziert. Interferenzen zwischen den Populationen können dabei auf ein Minimum reduziert werden

WDF

Das völlig neu entwickelte Lysereagenz perforiert zunächst die Zellmembranen, belässt aber die Zellen intakt. Der Fluoreszenzmarker markiert in einem zweiten Schritt intrazelluläre DNA und RNA. Die verbesserte Rezeptur dieser beiden neuen Reagenzkomponenten bewirkt eine noch schonendere Reaktion mit den Blutzellen, so dass nahezu alle Zellstrukturen erhalten bleiben. Dadurch wird eine noch bessere Trennung der Zellsubpopulationen Lymphozyten und Monozyten erreicht.

Im Scattergramm werden die Zellen aufgrund ihres Fluoreszenzsignals und ihrer inneren Struktur differenziert. Die Intensität des Fluoreszenzsignals ist dem Gehalt an Nukleinsäuren der Zelle direkt proportional. Einige der stärksten Fluoreszenzsignale zeigen unreife und aktivierte Zellen aufgrund ihres hohen RNA-Gehalts, so dass diese erfolgreich detektiert und sogar gezählt werden können

RET

Das Lysereagenz perforiert zunächst die Zellmembranen, belässt aber die Zellen weitestgehend intakt. In einem zweiten Schritt markiert der Fluoreszenzmarker intrazelluläre Nukleinsäuren, wobei die Intensität des resultierenden Fluoreszenzsignals dem Gehalt an Nukleinsäuren direkt proportional ist. Aufgrund des abnehmenden Gehalts an RNA im Laufe der Ausreifung der Retikulozyten gelingt es, drei Parameter zu bestimmen, die diese Reifestadien reflektieren (LFR – low-fluorescence ratio, „reife“ Retikulozyten; MFR – medium-fluorescence ratio, „halbreife“ Retikulozyten und HFR - high-fluorescence ratio, „unreife“ Retikulozyten).

PLT-F

In einer zweistufigen Reaktion wird zunächst die Zellmembran der Thrombozyten perforiert, wobei die Zellen weitestgehend intakt bleiben. Im Anschluss markiert der neuartige, patentierte Fluoreszenzmarker spezifisch die Thrombozyten und blendet damit störende Partikel (z. B. andere Zellen oder Fragmente vergleichbarer Größe) praktisch aus, um Interferenzen zu minimieren. Das gemessene Fluoreszenzsignal ist direkt proportional zum Reifegrad der Thrombozyten.

WPC

Der erste Schritt der Reagenzreaktion wird beeinflusst durch die Zusammensetzung der Zell-membranen: das eingesetzte Lysereagenz wirkt spezifisch auf Lipide, und der Gehalt an Membranlipiden bestimmt deswegen den Perforationsgrad der Zellen. Im zweiten Schritt der Reaktion beeinflusst der Perforationsgrad die Permeabilität der Zellmembranen für den neuartigen Fluoreszenzmarker, welcher die Zellen markiert. Zum Beispiel haben die Zellmembranen abnormaler Lymphozyten einen relativ höheren Lipidanteil als normale Lymphozyten und können deswegen stärker markiert werden. Das erlaubt eine zuverlässige Differenzierung dieser beiden Populationen.

Im Gegensatz dazu zeigen Blasten eines der geringsten Fluoreszenzsignale in diesem Messkanal, da deren Membran nur eine geringe Lipidkonzentration aufweist. Kombiniert man die Informationen von Zellgröße, intrazellulärer Komplexität und Fluoreszenz-intensität, erlaubt dies eine weiterführende Differenzierung und zuverlässige Erkennung von auffälligen Zellen, wie zum Beispiel neoplastischen Lymphozyten („Abnormale Lymphozyten?“ Flag) welche bislang schwierig von normalen oder aktivierten Lymphozyten („Atypische Lymphozyten?“ Flag) zu unterscheiden waren.

Zusätzlich können große Blasten verlässlich identifiziert werden aufgrund der Kombination von einem niedrigem Fluoreszenzsignal mit einem hohem Vorwärtstreulichtsignal („Blasten?“ Flag).

HGB

Die SLS Hämoglobin- Messmethode verwendet ein zyanidfreies Reagenz, welches Sodium Lauryl Sulphat (SLS) enthält. Dieses Reagenz lysiert Erythrozyten und Leukozyten gleichermaßen in der Blutprobe. Die chemische Reaktion beginnt mit der Veränderung der Globinkomponente und der oxidativen Umwandlung der Hämgruppe. Danach können die hydrophilen SLS Gruppen an die Hämgruppe binden und einen stabilen photometrisch messbaren Komplex bilden.  Eine LED emitiert monochromatisches Licht, welches in der Durchflusszelle durch die SLS-Hämoglobin-Komplexe absorbiert wird. Diese Absorption wird von einem Photosensor gemessen und ist der Hämoglobin-konzentration der Probe direkt proportional.

RBC/PLT

Erythrozyten und Thrombozyten werden simultan im RBC/PLT Messkanal mittels hydrodynamisch fokussierter Impedanzmethode gemessen. Dazu wird ein vordefiniertes Volumen der Verdünnung in die RBC/PLT Messkammer eingespritzt. Die Verwendung eines Mantelstromes erhöht die Verlässlichkeit der Ergebnisse, weil die Zellen einzeln und zentral durch die Messkammer strömen. Wenn die Zellen in der Messkammer sind, erzeugen sie einen elektrischen Impuls, welcher vom Gerät aufgezeichnet wird. Die Impulshöhe ist proportional zum Zellvolumen. Die Erythrozyten- und Thrombozyten-Volumenverteilungskurven (oder Histogramme) werden von diesem Messverfahren generiert.

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