DARMKREBSFRÜHERKENNUNG

Darmkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Mittels immunchemischer Tests (iFOB-Test) auf Hämoglobin im Stuhl werden geringe Mengen menschlichen Blutes im Stuhl nachgewiesen.

Gemäß der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben Versicherte seit dem 1. April 2017 Anspruch auf iFOB-Tests anstelle des bisherigen Guajak-Tests, da diese Blutspuren im Stuhl deutlich besser nachweisen. Patienten können den Test ab einem Alter von 50 jährlich und ab 55 alle zwei Jahre kostenfrei bei ihrem Hausarzt, Internisten, Gynäkologen bzw. Urologen durchführen.

Das von Sysmex angebotene Proben-Röhrchen SENTiFIT pierceTube ermöglicht dem Patienten eine sichere und einfache Durchführung des Stuhltests. Das Labor wiederum profitiert von einer schnellen und hygienischen Abarbeitung der Proben dank dem auf das Röhrchen abgestimmten Analyser Sentifit 270. Informieren Sie sich über den iFOBT-Test unter www.darmkrebs-screening.eu.

Scientific Kalender Juni 2018

Die Urinanalyse ist ein gängiges Verfahren zur labordiagnostischen Klärung von Parasitosen, die durch Trichomonas vaginalis, Enterobius vermicularis und Schistosoma haematobium verursacht werden. Bei Parasitosen mit Beteiligung der Nieren können jedoch auch andere Parasiten eine Rolle spielen.

Welche der nachstehenden Parasiten können Nierenerkrankungen verursachen? Schistosoma mansonii
Plasmodium malariae
Leishmania donovani
Alle der genannten

Hintergrundinformationen

Es gibt mehrere hundert Parasitenspezies, nämlich 342, die den Menschen infizieren können nur 20 von ihnen sind jedoch mit Nierenerkrankungen assoziiert. Unter diesen zählen die Plasmodien, Schistosomen, Filarien und Leishmanien zu den Spezies mit nennenswerten klinischen oder epidemiologischen Auswirkungen.[1]

Hämaturie und Dysurie sind gut dokumentierte Symptome, die bei einer Schistosoma-haematobium-Infektion infolge von ulzerösen Läsionen der Harnblase auftreten. Kaum bekannt ist dagegen die Schistosoma-mansonii-induzierte Proteinurie. Die Schistosomiasis-assoziierte Nierenkrankheit wurde in der Literatur bisher nur wenig beschrieben. Der Krankheitsverlauf ist chronisch mit unterschiedlichen Schweregraden. In Obduktionsstudien wurde in 10 bis 12 % der Fälle eine Glomerulonephritis festgestellt. Eine durch Schistosomeninfektion induzierte Glomerulopathie tritt in der Regel bei jungen männlichen Patienten auf. Die glomerulären Läsionen sind immunogener Natur.[2]

Malaria ist eine der Infektionskrankheiten mit der weltweit höchsten Prävalenz und nachweislich mit dem nephrotischen Syndrom assoziiert.[3] Bei Infektionen durch Plasmodium falciparum (Malaria tropica) und Plasmodium malariae (Malaria quartana) ist eine Beteiligung der Nieren relativ häufig, wurde aber auch im Zusammenhang mit der Plasmodium-vivax-Infektion (Malaria tertiana) beschrieben. Bei der Malaria quartana tritt das nephrotische Syndrom häufig im Rahmen einer membranoproliferativen Glomerulonephritis auf, welche in der Regel durch Behandlung der Infektion nicht umkehrbar ist. Bei einer Plasmodium-falciparum-Infektion ist das nephrotische Syndrom oder die Proteinurie dagegen selten und verschwindet, sobald die Infektion unter Kontrolle ist. Erwähnenswert sind jedoch das akute Nierenversagen infolge einer tubulointerstitiellen Schädigung (z. B. tubuläre Nekrose), Hämoglobin- und zelluläre Zylinder in den Nierentubuli und die Entwicklung eines interstitiellen Ödems.[4]

Leishmaniasen sind durch protozoische Parasiten verursachte Infektionen. Beim Menschen werden drei Formen unterschieden: die kutane, die mukokutane und die viszerale Leishmaniase. Glomeruläre Läsionen werden nur bei der Kala-Azar, einer ausgeprägten und durch den Erreger Leishmania donovani verursachten viszeralen Leishmaniase, nicht jedoch bei der kutanen oder mukokutanen Leishmaniase beobachtet. In Studien wurde bei 60 % der Patienten mit Kala-Azar eine leichtgradige Proteinurie mit gutartigen Veränderungen im Urinsediment beobachtet, basierend auf einer mesangioproliferativen bis membranoproliferativen Glomerulonephritis mit tubulointerstitieller Schädigung. Die Genesung von der Glomerulopathie scheint hier mit der Infektionsheilung einzusetzen.[5]

Literatur

1.    Barsoum RS: Parasitic kidney disease: milestones in the evolution of our knowledge. Am J Kidney Dis. 2013 Mar; 61(3):501-13.
2.    da Silva GB, Duarte DB, Guardão Barros EJ, and De Francesco Daher E: Schistosomiasis-associated kidney disease: A review. Asian Pac J Trop Dis. 2013 Feb; 3(1): 79–84.
3.    Barsoum RS: Tropical parasitic nephropathies. Nephrol Dial Transplant. 1999; 14 Suppl 3:79-91.
4.    da Silva GB, Pinto JR, Guardão Barros EJ, Nogueira Farias GM, and De Francesco Daher E: Kidney involvement in malaria: an update. Rev Inst Med Trop Sao Paulo. 2017; 59: e53.
5.    van Velthuysen ML, Florquin S: Glomerulopathy associated with parasitic infections. Clin Microbiol Rev. 2000 Jan; 13(1):55-66.

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