DARMKREBSFRÜHERKENNUNG

Darmkrebs gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung durchaus vermeidbar. Mittels immunchemischer Tests (iFOB-Test) auf Hämoglobin im Stuhl werden geringe Mengen menschlichen Blutes im Stuhl nachgewiesen.

Gemäß der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie haben Versicherte seit dem 1. April 2017 Anspruch auf iFOB-Tests anstelle des bisherigen Guajak-Tests, da diese Blutspuren im Stuhl deutlich besser nachweisen. Patienten können den Test ab einem Alter von 50 jährlich und ab 55 alle zwei Jahre kostenfrei bei ihrem Hausarzt, Internisten, Gynäkologen bzw. Urologen durchführen.

Das von Sysmex angebotene Proben-Röhrchen SENTiFIT pierceTube ermöglicht dem Patienten eine sichere und einfache Durchführung des Stuhltests. Das Labor wiederum profitiert von einer schnellen und hygienischen Abarbeitung der Proben dank dem auf das Röhrchen abgestimmten Analyser Sentifit 270. Informieren Sie sich über den iFOBT-Test unter www.darmkrebs-screening.eu.

Scientific Kalender Mai 2018

1.Welche zellulären und biochemischen Marker sind bei einer akuten bakteriellen Meningitis in der Regel im Liquor cerebrospinalis festzustellen? Pleozytose der polymorphkernigen Zellen, verminderte Glukosekonzentration, erhöhte Protein- und Laktatkonzentration
Pleozytose der mononukleären Zellen, erhöhte Glukosekonzentration, erhöhte Protein- und Laktatkonzentration
Oligozytose der mononukleären Zellen, erhöhte Glukosekonzentration, erhöhte Protein- und Laktatkonzentration
Oligozytose der polymorphkernigen Zellen, verminderte Glukosekonzentration, erhöhte Protein- und Laktatkonzentration

Wissenschaftliche Hintergrundinformationen

Meningitis ist eine potenziell schwerwiegende Infektion der Meningen, d. h. des Hüllgewebes von Hirn und Rückenmark. Meningitis kann durch Viren, Bakterien und Pilze verursacht werden. Der wichtigste Test zur Feststellung oder zum Ausschluss einer Meningitis ist die Analyse des Liquor cerebrospinalis (CSF), der durch Lumbalpunktion gewonnen wird. Die CSF-Probe wird auf Vorliegen und Art von Leukozyten, Proteingehalt sowie Glukose- und Laktatkonzentration untersucht (1). Die vorherrschende Leukozytenart und die Konzentration der biochemischen Marker (Tabelle 1) geben Aufschluss darüber, ob die Meningitis durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht wurde. Im Frühstadium der Erkrankung sind diese Indikatoren jedoch nicht immer zuverlässig.
Die Glukosekonzentration liegt im CSF normalerweise 40 % höher als im Blut. Bei einer bakteriellen Meningitis ist sie typischerweise niedriger. Die CSF-Glukosekonzentration wird durch den Blutglukosewert dividiert (Verhältnis von CSF-Glukose zu Serum-Glukose), und ein Verhältnis ≤ 0,4 weist auf eine bakterielle Meningitis hin (2).
Das vorherrschende Protein im CSF ist Albumin, ein großes Protein, das eine wichtige Rolle im Flüssigkeitshaushalt des Körpers spielt. Bei einer bakteriellen Infektion steigt die Proteinkonzentration im CSF an, weil die Zahl der replizierenden Bakterien und der die Infektion bekämpfenden Körperzellen zunimmt, die beide eine hohe Proteinkonzentration aufweisen.
Eine hohe Laktatkonzentration im CSF bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine bakterielle Meningitis handelt. Wenn die Laktatkonzentration unter 35 mg/dl liegt und der Patient nicht bereits mit Antibiotika behandelt wurde, kann eine bakterielle Meningitis in der Regel ausgeschlossen werden (3).
Verschiedene andere Spezialtests können zum Einsatz kommen, um die unterschiedlichen Arten der Meningitis voneinander abzugrenzen. Gram-Färbung, PCR und Kultur des CSF sind wichtige Bestandteile der Diagnostik einer akuten bakteriellen Meningitis.

 

Akut, bakteriellAkut, viralPilz
ZellenLeukozytenzahl erhöht (Neutrophile)Leukozytenzahl erhöht (Lymphozyten)Leukozytenzahl erhöht (Lymphozyten und Monozyten)
GlukoseVermindertNormalNormal oder vermindert
ProteinErhöhtNormal oder erhöhtErhöht
Laktat> 35 mg/dlNormal> 25 mg/dl

 

Tabelle 1 CSF-Befunde bei den unterschiedlichen Meningitis-Ursachen (4)

Literatur

1. Tunkel AR et al. (2004): Practice guidelines for the management of bacterial meningitis. Clin Infect Dis. Nov 1; 39(9):1267-84.
2. Straus SE et al. (2006): How do I perform a lumbar puncture and analyze the results to diagnose bacterial meningitis? JAMA. Oct 25; 296(16):2012-22.
3. Sakushima K et al. (2011): Diagnostic accuracy of cerebrospinal fluid lactate for differentiating bacterial meningitis from aseptic meningitis: a meta-analysis. J Infect. Apr; 62(4):255-62.
4. Provan D et al. (2005): Oxford Handbook of Clinical and Laboratory Investigation. Oxford University Press. ISBN 0-19-856663-8.

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