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SLS-Detektionsverfahren

Die Hämoglobinbestimmung ist ein Routineparameter bei jeder Blutanalyse. Die Cyanmethämoglobinmethode oder Hämoglobincyanidmethode ist die vom ICSH (International Council for Standardization in Haematology) empfohlene internationale Standardmethode zur Messung der Hämoglobinkonzentration.

Die Sysmex SLS-Hämoglobin-Methode verwendet zyanidfreies Sodium-Lauryl-Sulfat (SLS). Das Reagenz löst die Lipoproteine in den Zellmembranen der Erythrozyten und Leukozyten und setzt das Hämoglobin der Erythrozyten frei (Hämolyse). Die hydrophoben Gruppen des SLS binden sich an den Globinanteil, bewirken so eine Konformitätsänderung im Hämoglobinmolekül und ermöglichen die Oxidation der Häm-Gruppe. Nun binden sich die hydrophilen Bestandteile des SLS an diese Häm-Gruppe. Auf diese Weise entsteht ein stabiler Farbkomplex (SLS-Hb).

Dieser Farbkomplex wird photometrisch gemessen. Dazu sendet eine LED monochromatisches Licht aus. Beim Durchtritt durch die mit dem Reagenz versetzte Probe wird dieses Licht von den SLS-Hb-Komplexen absorbiert. Das Absorptionsmaß wird von einem Photosensor erfasst und ist umgekehrt proportional zur Hämoglobinkonzentration der Probe.

Absorptionsphotometrische Verfahren werden im Allgemeinen durch die inhärente Trübung der Probe beeinflusst. Blutproben können z. B. infolge einer Lipämie oder Leukozytose getrübt sein. Durch die seifenartige Eigenschaft des bei der SLS-Hb-Methode verwendeten Reagenz, werden diese Störeinflüsse auf ein Minimum reduziert.

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