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„Großer Mehrwert ist die Prozesstransparenz"

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 2/2019

 

Caresphere™ ist eine neue Netzwerklösung, die das Qualitäts- und Datenmanagement von Laboren erleichtert. Der Leiter des Labormanagements und der zentralen Probenannahme im Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH, Nikolaus Wintrich, berichtet von ersten Erfahrungen

 

 

Interview mit Dipl.-Ing. Nikolaus Wintrich

Text: Sysmex

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Caresphere™ gemacht?

Caresphere™ verschafft uns einen Einblick in Daten, die bisher nicht auf die Schnelle zugänglich waren. Wir erhalten beispielsweise Informationen über den Systemstatus, die Auslastung der Geräte sowie Turnaround-Zeiten, die für Labore sehr wichtig sind. Auf dieser Datenbasis fällt es leicht, alltägliche Prozesse zu optimieren. Die Anwendung selbst ist einfach zu bedienen und bietet unterschiedlichen Anwendern wie Labormanagern, Fachexperten und MTLAs eine sehr gute Übersicht. Sämtliche Daten sind auf einen Blick erfassbar, wodurch Ursachen von Problemen schnell ersichtlich werden. Für uns ist das neue Tool sehr spannend und besitzt viel Potenzial.

Worin liegt Ihrer Meinung nach der größte Nutzen?

Definitiv ist die schnelle und einfache Datenübersicht auf einen Klick der größte Vorteil. Ebenfalls praktisch ist, dass Caresphere™ die Daten standortübergreifend zusammenführt. Dadurch ist es deutlich einfacher, wichtige Kennzahlen wie Turnaround-Zeiten der einzelnen Standorte im Blick zu behalten und zu vergleichen. Weiterhin ergeben sich wichtige Hinweise, beispielsweise auf die lokale Patientenklientel, was ein wichtiger Planungsfaktor ist. Stellt sich etwa heraus, dass Kanäle aufgrund vieler Kleinkindproben häufig gewechselt werden müssen, ist die Anschaffung von zwei größeren Systemen sinnvoll.

Insgesamt wird ersichtlich, ob die vorhandene Gerätekapazität oder Systemleistung ausreicht, um das Probenaufkommen in der gewünschten Zeit zu bearbeiten, oder ob angepasst werden sollte. Außerdem sind Trends beim Probenaufkommen oder bei den Verläufen feststellbar. Darauf können wir dann frühzeitig reagieren, indem wir gegebenenfalls das Personal oder den Gerätebestand erweitern.

Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial für die Software?

In unserem Fall fließen bisher nur Daten von hämatologischen Systemen in die Anwendung ein. Das bringt den Mehrwert, dass wir diese Daten mit Werten aus anderen Bereichen wie der Präanalytik verknüpfen können. Hier überlegen wir noch, wie wir diese Informationen technisch am besten einfließen lassen. Spannend ist, dass sich Bereiche, die mit der eigentlichen Analytik nicht direkt zu tun haben, wie die Reagenzauslastung, -verwendung oder -beschaffung, über Caresphere™ mitsteuern lassen. Die Software versendet beispielsweise aktiv Warnungen, wenn es zu Fehlern kommt. Das ist vor allem für Großlabore, in denen das Personal nicht immer direkt am Gerät ist, ein großer Vorteil. Und das Thema Predictive Maintenance, das gerade sehr aktuell ist, wird mit der Software gut abgedeckt, da beispielsweise der Verschleiß von Geräteteilen früh angezeigt wird.

Wie schätzen Sie den Stand der Digitalisierung von Laboren ein?

Im Grunde werden Daten in Laboren bereits seit den 80er-Jahren digital erfasst. Man müsste eher andersherum fragen: Was leistet die Labormedizin für die Digitalisierung? Antwort: Eine Menge, da sie im Gesundheitswesen die größten Datenmengen generiert. Leider fehlt es noch an einheitlichen Standards bei der Übermittlung von Werten. Hier sehe ich aktuell einen großen Mehrwert – den auch Caresphere™ leistet – in der verbesserten Prozesstransparenz. Ich bin überzeugt, dass Labordienstleistungen zukünftig weit darüber hinausgehen werden, nur Messwerte zu liefern. Vielmehr wird es darum gehen, die Daten sinnvoll angereichert an Ärzte und Patienten
zurückzuspielen.

 

Fotoquelle: privat, Sysmex

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