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Harnwegsinfektion (Urinary tract infection, UTI)

Eine Harnwegsinfektion ist eine Infektion, die häufig durch Bakterien im Harnsystem verursacht wird. Urin ist normalerweise steril, es kann jedoch zu einer Infektion kommen, wenn Fremdbakterien in das Harnsystem gelangen. In den meisten Fällen wandern Bakterien die Harnröhre zur Blase hinauf. Studien zeigen, dass jährlich weltweit 150 Millionen Harnwegsinfektionen auftreten, was es zu einer der häufigsten bakteriellen Infektionen weltweit macht [1]. Dies ist nur eine Quelle, die zur Ausbreitung der Antibiotikaresistenz beiträgt. In vielen Ländern der Welt ist die Behandlung von Harnwegsinfektionen mit Fluorchinolon-Antibiotika inzwischen bei mehr als der Hälfte der Patienten ineffektiv [2].

Harnwegsinfekte betreffen weit mehr Frauen als Männer und machen fast 25% aller Infektionen aus. [3]

Der erste Schritt bei der Diagnose einer Harnwegsinfektion ist in der Regel ein einfacher Test mit einem Teststreifen unter Verwendung einer Urinprobe. Die Urinprobe wird auf Nitrit produzierende Bakterien sowie das Vorhandensein weißer und roter Blutkörperchen untersucht. Dies ist eine schnelle, aber nicht die genaueste oder zuverlässigste Methode, da sie zu einem falsch negativen Ergebnis führen kann [4]. Eine weitere Methode ist das Anlegen einer Urinkultur, die dem Arzt Aufschluss über das Vorhandensein von Bakterien gibt, die die Infektion verursachen können, und den Weg für Folgetests zur Ermittlung der wirksamsten Medikamente weist.

Im Idealfall würden alle Proben, bei denen der Verdacht auf UTI besteht, zur Erstellung einer Kultur an das Mikrobiologielabor geschickt. Dies ist allerdings nicht der Fall, da dies viel Zeit und Ressourcen erfordert, sodass nur der Teststreifen verwendet wird. Selbst dann sind viele der Proben, für die eine Kultur angelegt wird, am Ende negativ. Das Ergebnis ist jedoch erst nach 12 bis 24 Stunden verfügbar, was bei einem Verdacht auf eine Harnwegsinfektion manchmal zu unnötigen Antibiotika-Verschreibungen führen kann. Im Unispital Zürich zum Beispiel sind rund 80% der auf Verdacht angelegten Kulturen UTI-negativ. Daher kann die Möglichkeit, frühzeitig UTI-negative Proben zu bestimmen, viel Ärger ersparen [5].

Mit den Urinanalysesystemen von Sysmex können Sie UTI-negative Proben in weniger als einer Minute ausschließen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sysmex-Lösungen Sie bei der Optimierung Ihres Labor-Workflows unterstützen können, nutzen Sie einen der folgenden Links für weitere Informationen.

Quellen

[1] Flores-Mireles, A. L., Walker, J. N., Caparon, M., & Hultgren, S. J. (2015). Urinary tract infections: epidemiology, mechanisms of infection and treatment options. Nature reviews microbiology, 13(5), 269-284.

[2] World Health Organization. (2018) Antimicrobial Resistance. https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/antimicrobial-resistance

[3] Foxman, B. (2002). Epidemiology of urinary tract infections: incidence, morbidity, and economic costs. The American journal of medicine, 113(1), 5-13.

[4] Mambatta, A. K., Jayalakshmi Jayarajan, V. L. R., Harini, S., Menon, S., & Kuppusamy, J. (2015). Reliability of dipstick assay in predicting urinary tract infection. Journal of family medicine and primary care, 4(2), 265.

[5] Fischer, V. (2019). Ein neuer Schritt zur schnelleren Urinanalytik. xtra, 50-52.

 

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